entwickeln wir ständig theorien darüber, wie die welt funktioniert und darüber, warum menschen so handeln, wie sie handeln? erfinden wir theorien für sie, als wäre es für uns möglich sie zu kennen? sind diese erklärungen, die wir vor der wirklichkeit errichten, nicht dünn wie papier, weil sie einfacher & weniger störend sind als das, was wirklich da ist?

sind erinnerungen, wenn sie abhängig von neuen erfahrungen umgestellt werden, einem rekonsoldierungsprozess unterworfen?

erzählen wir paramnesien als seien sie wirkliche ereignisse?

ist die wirklichkeit in der sprache eingeschlossen?

bezieht sich wirklichkeit nicht mehr auf die existierende natürliche & gesellschaftliche umwelt, sondern macht sprache die welt? reduziert sich die welt auf sprache-zeichen-symbole?

wie funktioniert wirklichkeit? nur im kontext?

durch die wechselwirkung mit allem?

können dinge nur in bezugnahme auf unsere phantasie schön, hässlich, geordnet oder ungeordnet sein?

© 2020 barbara heltschl

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